Hutfabrik, Pappelallee 3+4

titel-pappelDie Hutfabrik – ein denkmalgeschütztes Wohnensemble mit Berliner Flair. Eines der letzten großen Sanierungsobjekte im Prenzlauer Berg, nur wenige Meter vom beliebten Helmholtzplatz entfernt, wurde bis Ende 2011 von der GrundStein Bauträgergesellschaft aufwendig saniert. In der Pappelallee 3+4 entstanden nach behutsamer Sanierung und Modernisierung nun 24 hochwertige Eigentumswohnungen im Altbau, 41 moderne Loftwohnungen in zwei ehemaligen Werkstatthäusern, 4 Gewerbeeinheiten, 6 neue Dachgeschoßausbauten sowie ein Kesselhausgebäude mit Atelierremise. Auf 7.000 qm Geschossflächen finden jetzt insgesamt 72 Wohnungen von ca. 40 bis 190 qm sowie eine Tiefgarage ihren Platz.

Zum Wohnensemble gehören das Vorderhaus aus dem Jahr 1886, eines der ältesten erhaltenen Fabrikgebäude am Prenzlauer Berg, 2 Loftgebäude und das ehemalige Kesselhaus mit seinem imposanten historischen Schornstein. Hier wurde ein modernes Stadthaus mit kleinem Garten Platz integriert. Mit viel Gefühl, aufwendiger Logistik und dank jahrelanger Erfahrung wurden durch GrundStein und PROFI PARTNER die insgesamt 3 historischen Gebäudekörper revitalisiert und modernisiert. Alle Wohnungen sind mit modernen Einbauküchen, zeitgemäßen Bädern, Balkonen oder Dachterrassen und einer Tiefgarage mit 31 Stellplätzen ausgestattet. Perfekt geplant entstanden in der Hutfabrik 72 neue Wohnungen mit zeitgemäßen Grundrissen. Dort, wo es möglich war, wurden noch vorhandene historische Elemente detailgetreu aufgearbeitet oder passend zum Flair ersetzt. In den Loftwohnungen geben schön aufgearbeitete, historische Kappendecken einen charakteristischen Altbaucharme. Schön gestaltete Außenanlagen mit Fahrradstellplätzen, Brunnen, Ruhebänken und Grünbereichen gehören ebenso zur Planung wie die insgesamt 4 neuen Fahrstühle. Der TÜV SÜD hat das Bauvorhaben durch regelmäßige, qualitätssichernde Baubegehungen begleitet. Ende 2011 wurden die sanierten Wohnungen fertiggestellt und bis Mitte 2012 wurden auch die Außenanlagen finalisiert.

 

schornstein-pappelNeues Leben auf historischem Grund - die Geschichte der Hutfabrik
Die Nutzung des Grundstückes Pappelallee 3 und 4 lässt sich anhand der Bauakten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück verfolgen. 1855 ließ der Hutfabrikant J.A. Schmidt auf dem Grundstück Nr. 3 ein Vorderhaus mit nördlichem Seitengebäude für Lagerzwecke fertiger Waren errichten und erweiterte 1856 die Bebauung im Hof östlich um ein zweigeschossiges Quergebäude. Im Jahr 1886-87 entstand hier die ehemalige Hutfabrik mit Werkstatt. Zum Gelände gehörten ein Fabrikhaus, Kesselhaus, Pferdestall und Hofstall. Im Jahre 1896 erwarben die Kaufleute Aloses Silber und Ephraim Brandt die Hutfabrik, die unter dem Namen "Hutfabrik Silber & Brandt" firmierte. 1903 wurden unter den Eigentümern Silber und Brandt die vorderen Gebäude auf dem Grundstück, das Wohngebäude und das südliche ältere Fabrikgebäude abgebrochen und es entstand die bis heute bestehende Wohnanlage im 1. Hof und eine zweite Fabrik mit Querbegäude und Seitenflügel.
Heute sind Hofbereich, die beiden Fabrikgebäude, das Kesselhaus und der Schornstein als Baudenkmal in die Berliner Denkmalliste eingetragen. Nach umfassender Sanierung dieses einzigartigen Ensembles ist hier neues Leben eingezogen und der historische Backstein-Schlot, der in der Mitte der beiden Höfe thront, blieb als Zeugnis einer über 100-jährigen Geschichte erhalten.

 

hutfabrik_fass_klein      titel-pappel Hier links sehen Sie die alte und rechts die sanierte Straßenfassade im Vergleich. Unten finden Sie eine Bildergalerie mit Fotos aus dem sanierten Ensemble.